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Luftanalytik und Materialanalytik siehe: Flüchtige organische Verbindungen (VOC)

Butanonoxim

Butanonoxim wird u. a. als Hautverhinderungsmittel in oxidativ trocknenden Bindemitteln (z. B. Alkydharzen) eingesetzt. Die Substanz Methyltris(2-butanonoxim)silane, die als Vernetzungsmittel für Siliconkautschuk eingesetzt wird, kann bei Kontakt mit Luftfeuchtigkeit ebenfalls 2-Butanonoxim freisetzen. Nach der Anwendung von 2-butanonoximhaltigen Alkydharzlacken ist diese Substanz in der Raumluft teils über längere Zeiträume nachweisbar. 2-Butanonoxim wird als geruchsintensive Substanz beschrieben, ein Geruchsschwellenwert ist in der ausgewerteten Literatur nicht angegeben. Es handelt sich um einen Stoff, der wegen möglicher krebserzeugender Wirkung beim Menschen Anlass zur Besorgnis gibt. Durch die hautresorptive Substanz können außerdem Sensibilisierungen der Haut und der Atemwege ausgelöst werden. Wiederholter Kontakt kann zu allergischen Erkrankungen führen.

Acrylnitril

Acrylnitril hat als Ausgangsstoff für die Herstellung von Kunststoffen (Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymere, Styrol-Acrylnitril-Copolymere und Nitrilkautschuk) sowie Kunstfasern (Polyacrylnitril-Fasern) große technische Bedeutung. Acrylnitril ist nach Gefahrstoff-Verordnung krebserzeugend (Kategorie 2), giftig beim Einatmen, Verschlucken und der Berührung mit der Haut und reizt Atmungsorgane und Haut.

ε-Caprolactam

ε-Caprolactam weist einen Siedepunkt von 270 °C auf und gehört somit zu den schwerer flüchtigen Substanzen. Caprolactam ist Ausgangsstoff für die Herstellung von Polyamid und ist darin als sogenanntes "Restmonomer" in geringen Konzentrationen enthalten. Polyamid wird als Textilfaser häufig in Teppichböden eingesetzt. In Prüfkammeruntersuchungen wurden zum Teil erhebliche Emissionen an Caprolactam aus Teppichböden nachgewiesen.