Über 25 Jahre Erfahrung
Labor ALAB

Oberflächen-Emissionsmesszelle (FLEC®)

Materialprobeentnahme/ Kernbohung im Fußbodenaufbau

Materialuntersuchungen werden meist zur Suche nach Schadstoffquellen eingesetzt. Sie können die Frage beantworten, woher ein in der Luft oder im Hausstaub nachgewiesener Schadstoff kommt. Darüber hinaus werden Materialuntersuchungen bei der Entsorgung kontaminierter Bausubstanz immer wichtiger.

ALAB bietet folgende Untersuchungsmethoden für Materialproben an:


ALAB ist für die Untersuchungen von Materialproben auf Innenraumschadstoffe nach DIN EN ISO/IEC 17025 - 2005 akkreditiert.

Weitere Informationen zu den von uns angebotenen Materialuntersuchungen finden Sie:

  • mit stichwortartigen Methodenbeschreibungen im ausführlichen Leistungsverzeichnis
  • mit etwas detaillierteren Methodenbeschreibungen zu unterschiedlichen Schadstoffgruppen mit Angaben zu Sammelmedien, Sammelvolumina, Bestimmungsgrenzen unter Schadstoffe.

 

Oberflächen-Emissionsmesszelle (FLEC®)

Alternativ zur Prüfkammeruntersuchung bietet sich für Emissionsprüfungen an Materialien mit ebenen, glatten Oberflächen in bestimmten Fällen die Untersuchung mit Hilfe einer Oberflächenemissionsprüfzelle an. Dieses Untersuchungsverfahren findet vor allem dann Anwendung, wenn Materialien zerstörungsfrei oder direkt vor Ort überprüft werden müssen, weil eine Probenentnahme zur Untersuchung in einer Prüfkammer nicht möglich oder sinnvoll ist. So kann z. B. die Oberflächenemission von verlegten Bodenbelägen unter Einbeziehung des gesamten Bodenaufbaus (Kleber, Grundierung, Spachtelmasse, Estrich) gemessen werden. Auch für die schnelle Bestimmung von Materialemissionen im Rahmen der Quellensuche ist die Oberflächenemissionsprüfzelle gut geeignet. Allerdings kann eine Oberflächenemissionsprüfzelle nur auf glatten Flächen eingesetzt werden, da z. B. auf Teppichboden keine ausreichende Abdichtung der Kammer möglich ist. Mit Hilfe eines speziellen Adapters können zwar auch Teppichböden untersucht werden, jedoch muss dafür eine Probe entnommen werden und der Vorteil der zerstörungsfreien Prüfung ist dahin.

Oberflächenemissionsprüfzellen werden direkt auf den Prüfling aufgesetzt. Eine elastische Dichtung schließt die nur etwa 30 cm³ fassende Kammer zur Umgebung ab. Die Kammer wird mit gereinigter und befeuchteter Luft durchspült. Probenoberfläche, Kammervolumen und Luftwechsel werden so abgestimmt, dass eine Raumbeladung von 1 m² Probenoberfläche/m3 Kammervolumen simuliert wird. Die Abluft wird über Sammelröhrchen (aufgrund des geringen Volumenstroms vorzugsweise Tenax-Sammelröhrchen) geleitet. Die Untersuchungsergebnisse sind vergleichbar mit den Ergebnissen von Prüfkammeruntersuchungen.

Untersuchungen mittels Thermoextraktion

Materialproben werden in Glasgefäßen in der Regel zwei Stunden lang auf 60°C erwärmt. In dieser Zeit wird gereinigte Luft über die Probe gezogen und die ausgasenden Substanzen auf den jeweiligen Adsorbentien (Tenax TA, DNPH) aufgefangen. Die Auswertung geschieht entsprechend den Luftproben.

Diese einfache Methode hat sich besonders bewährt beim Aufspüren von Emissionsquellen von Baustoffen und Einrichtungsgegenständen. Obwohl die Ausgasung der schwerer flüchtigen Komponenten oft nicht quantitativ erfolgt, ist sie dennoch ein wichtiges Mittel, über Mustervergleich mit Chromatogrammen von Raumluftmessungen den Emittenten auf die Spur zu kommen.